Nationale Nachhaltigkeitsindikatoren

Zur Umsetzung der Agenda 21 von 1992 wurden sowohl auf europäischer als auch auf Bundesebene Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt. Diese Strategien und die darin enthaltenen Indikatoren dienten bei der Entwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie als wichtige Orientierungspunkte.  Mit der Anfang 2017 verabschiedeten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung die globalen Nachhaltigkeitsziele auf Bundesebene umgesetzt und ein neues Indikatorensystem eingeführt.

Deutschlandfahne

Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016 - hat die Bundesregierung die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und insbesondere die darin enthaltenen globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf nationaler Ebene umgesetzt. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie übernimmt einen Großteil der bisherigen Indikatoren der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, teilweise in modifizierter Form und meist mit neuen Zielwerten für 2030 versehen. Die bisherigen Indikatoren wurden allerdings um neue Indikatoren ergänzt, so dass zumindest für jedes der 17 SDGs auf Bundesebene ein Ziel mit einem entsprechenden Indikator festgelegt ist. Auch die Gliederung der Ziele und Indikatoren folgt denen der SDGs. Eine weitere wichtige Ergänzung des Indikatorensystems erfolgte mit dem Ziel, die internationale Dimension des deutschen Handelns sichtbar zu machen.
Die Indikatoren der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie werden vom Statistischen Bundesamt zusammengestellt. Sie basieren auf unterschiedlichen Datengrundlagen, darunter Zahlen aus der amtlichen Statistik, Verwaltungsdaten und weitere Quellen.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht alle zwei Jahre den aktuellen Stand der Indikatoren zur Nachhaltigkeitsstrategie. Der letzte Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes ist im Dezember 2018 veröffentlicht worden. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie, Mobilität- Nachhaltigkeit (BLAG KliNa) hat in ihrem Bericht aus 2018 die Entwicklung der umweltbezogenen Nachhaltigkeitsindikatoren auch auf Länderebene dargestellt.

Auch „Better Life Initiative“ als Orientierungspunkt

International hat die 2011 gestartete „Better Life Initiative“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einen wichtigen Beitrag zur Indikatorendebatte geleistet: Die OECD möchte ermitteln, welche Faktoren Menschen für ein besseres Leben wichtig sind. Zu diesem Zweck hat die Organisation den „Better Life Index“ entwickelt, der das Wohlergehen von Menschen misst. Anhand von elf Themenfeldern wie zum Beispiel Einkommen, Umwelt oder Lebenszufriedenheit bewertet er die OECD-Staaten und die Lebensqualität dort mit verschiedenen Kennzahlen. Der Index wird fortlaufend aktualisiert. Die aktuellen Daten werden seit Januar 2014 auch in deutscher Sprache online veröffentlicht. Nutzer können sich dort ihren eigenen „Better Life Index“ zusammenstellen. Für die Entwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie kann der „Better Life Index“ interessante Impulse geben.

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