Zivilgesellschaft

Ideenwettbewerb „Modekultur, Textilien und Nachhaltigkeit"

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat einen Ideenwettbewerb zum Thema „Modekultur, Textilien und Nachhaltigkeit“ gestartet. Er wird mit Mitteln des Fonds Nachhaltigkeitskultur durchgeführt. Gesucht werden erneut innovative Projekte und Ideen zur Transformation unserer Alltagskultur. Bewerbungen sind bis zum 18. August 2019 möglich.

Im neuen Wettbewerb des RNE geht es um Fragen wie: Wie können wir die Kultur des Modekonsums verändern? Was können wir dafür tun, dass Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, wenn Menschen neue Kleidungsstücke kaufen und gebrauchte aussortieren? Wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, eine nachhaltige Modekultur in unserer Gesellschaft zu verankern? 

Beste Bewerbungen werden mit bis zu 50.000 Euro gefördert

Mit ihren Ideen bewerben können sich gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Verbände, Vereine, Stiftungen, Netzwerke von Institutionen sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Universitäten, Designschulen, Schulen und Gemeinden. Dahinter können Praktikerinnen und Praktiker aus dem Bereich Design, Produktion und Lehre stehen, aus Bürgerinitiativen, der Zivilgesellschaft oder öffentlichen Ämtern, Menschen aus der Kreativbranche, Kultur- und Kunstschaffende – oder einfach Engagierte, die unsere Welt nachhaltiger machen wollen. 

Die besten Bewerbungen werden bis zu einem Jahr und bis zu einer Höhe von 50.000 Euro gefördert. 

Förderprogramm soll bewährte Ansätze und neue Wege ermöglichen 

Möglich wird dieser Wettbewerb durch ein Förderprogramm des RNE, den Fonds Nachhaltigkeitskultur. Auf Initiative des Bundestages hat das Bundeskanzleramt beim Rat für Nachhaltige Entwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro für den Fonds bereitgestellt. Der RNE ruft in diesem Zeitraum mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege ermöglichen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Zum Hintergrund: Weltweit hat sich der globale Textilkonsum seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Aktuelle Kollektionen werden immer kürzer getragen. Häufig landen sie eine Saison später in der Altkleidersammlung oder – im schlechtesten Fall – im Restmüll. Und das, obwohl durch Herstellung und Handel von schnelllebiger Kleidung hohe Umweltkosten entstehen: Die eingesetzten Chemikalien gefährden die Gesundheit von Arbeitskräften in der Textilindustrie, Mikroplastik aus Synthetikfasern verschmutzt die Weltmeere und prekäre Arbeitsverhältnisse sind in den textilproduzierenden Billiglohnländern die Regel.

    Weitere Informationen

  • Ein Förderantrag kann bis zum 18. August 2019 online eingereicht werden. Dazu gehen Sie auf dem Portal www.tatenfuermorgen.de im Login-Bereich auf „Mein Konto“, „Mein Fonds Antrag“ und „Neues Projekt anlegen“. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung trifft der Rat für Nachhaltige Entwicklung nach abschließender Prüfung.

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