Unternehmen

Nachhaltiges „Handwerk mit Verantwortung“

Ob Photovoltaikanlage, energiesparende Wärmedämmung oder Kondensationskessel für die Heizung – private Haushalte in Deutschland steigen immer öfter auf erneuerbare Energien um. Wichtig ist es dabei, sich von einem professionellen Handwerksbetrieb beraten zu lassen. Hilfestellung gibt der Verein „Handwerk mit Verantwortung“, der nachhaltiges Wirtschaften im Handwerk fördert und den Menschen und seine Umwelt in den Fokus rückt.

 

Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen bei der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Dies zeigt eine forsa-Studie zum Energieverbrauch privater Haushalte in Deutschland. Doch warum investieren Hausbesitzer in erneuerbare Energien? Wichtige Motive sind neben der Unabhängigkeit von öffentlichen Versorgern insbesondere der Umwelt- und Klimaschutz.

Wesentlichen Anteil daran hat das Handwerk: „Das Handwerk ist in vielen Lebensbereichen zentral daran beteiligt, nachhaltige Lebensweisen zu gewährleisten“, erklärt Dr. Kilian Bizer, Professor für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. „Dies gilt für regenerative Energien, für Wärmedämmungen und Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Elektromobilität.“ Dafür setzt sich der Verein „Handwerk mit Verantwortung“ mit Sitz in Wetter/Ruhr ein. Seit 2015 unterstützt die Initiative Kunden bei der Suche nach verantwortungsvoll arbeitenden Unternehmen.

Am bundesweiten Tag des Handwerks am 16. September hatten Kunden die Möglichkeit, die Handwerksbetriebe in ihrer Umgebung besser kennenzulernen. Unter dem diesjährigen Motto „#einfachmachen“ luden die Betriebe in ganz Deutschland zum Tag der offenen Tür oder zu Kundenfesten ein. „Durch unsere Aktivitäten stärken wir die handwerkliche Identität und bauen Vertrauensstrukturen auf. Wir wollen, dass mit dem Verein ein besonderes Maß an Qualität und Verantwortung verbunden ist“, betont der Vereinsgründer Timothy Vincent. „Das Handwerk sorgt nicht nur für eine regionale Nahversorgung, sondern stärkt und erhält den Binnenmarkt. Daher kann und sollte es mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen.“

Mittlerweile sind 26 Betriebe als Vereinsmitglieder aktiv. Die meisten stammen aus der Holz-, Stein- und Baubranche. Die Mitglieder beziehen ihre Materialien und Betriebsmittel unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien. Unmenschliche Produktionsbedingungen, unzuverlässige Zertifizierungen oder ökologische Risiken können so ausgeschlossen werden. Die Mitgliedsunternehmen des Vereins bürgen durch eine Selbstverpflichtung für die Einhaltung der Standards. Transparente Produktion sorgt so für Vertrauen und schafft eine höhere Kundenzufriedenheit.

Für seine Leistungen erhält der Verein von vielen Seiten Unterstützung. So gehören nicht nur das Büro Nachhaltige Beschaffung „newtrade nrw“, sondern auch die Staatskanzlei NRW und der Westdeutsche Handwerkskammertag zu den Unterstützern der Initiative. Zu Beginn des Jahres wurde der Verein außerdem mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ausgezeichnet. Der Preis ehrt Initiativen, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands leisten. Im November 2017 wurde „Handwerk mit Verantwortung" zudem mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis "ZeitzeicheN" ausgezeichnet.

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