Politik und Verwaltung

Agenda 2030: Studie beleuchtet Konsequenzen für die Bundesländer

Autoren empfehlen Bundesländern, sich auf Strategieänderungen in den Politikfeldern der „Big Five“ zu konzentrieren

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 sind universell: Alle Regierungen der Welt sind gehalten, sie auf ihrem Territorium und in internationaler Kooperation umzusetzen. Aber diese Umsetzung ist nicht ohne die sub-nationale Ebene, ohne Länder und Kommunen, machbar: Dort gibt es bedeutende Zuständigkeiten, lokale Expertise und Nähe zu wichtigen Akteuren.

 

Aber wie lassen sich globale Ziele auf die regionale Ebene herunterbrechen? Ausgehend von dieser Frage hat das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) nun in einer Studie untersucht, wie sich die Bundesländer der Aufgabe stellen, die Agenda 2030 umzusetzen und welche Bedeutung die Nachhaltigkeitsziele ganz konkret haben.

 

Einige Ergebnisse: Die fünf wichtigsten Politikfelder („Big Five“) der Agenda 2030 – Klimawandel, Energie, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, Meeres- und Küstenschutz und Reduzierung von Ungleichheiten innerhalb und zwischen Ländern – spielen in den Nachhaltigkeitsstrategien fast aller Bundesländer eine bedeutende Rolle: Über 85 Prozent setzen in diesen Feldern Schwerpunkte. Zentrale Positionen nehmen außerdem die Felder Bildung, Energie, Wachstum, Infrastruktur und Innovation, Städte und globale Partnerschaften ein. Geschlechtergleichstellung und Armut spielen dagegen in den meisten Nachhaltigkeitsstrategien der Länder eine untergeordnete Rolle.

 

Dass die „Big Five“ eine wichtige Rolle spielen, wird von den Studienautoren ausdrücklich begrüßt: Hier ließen sich durch strategische Maßnahmen auch die größten Effekte erzielen, heißt es in der Studie. Intensiviert werden sollte allerdings die entwicklungspolitische Arbeit, ebenso durch verstärkte Kooperation mit Schwellen- und Industrieländern sowie mit anderen europäischen Regionen.

 

Nach Meinung der Studienautoren besteht eine besondere Herausforderung für die Bundesländer vor allem darin, eine Balance zu finden „zwischen der selektiven Auswahl einzelner Ziele und dem Anspruch, allen Zielen gerecht zu werden“.

 

Die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) müsse Priorität auf...

mehr

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Chance für Deutschland und die Welt“, erklärten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs...

mehr

Neue Impulse für ein nachhaltiges Nordrhein-Westfalen. Unter diesem Motto diskutierten mehrere hundert Gäste auf der 7. NRW-Nachhaltigkeitstagung am...

mehr

Plastik wird in der Regel aus Erdöl hergestellt. Aber auch diese Branche lässt sich dekarbonisieren: Das Familienunternehmen BeoPlast Besgen GmbH aus...

mehr

Im Technologiezentrum Oberhausen trafen sich am Montagabend Vertreter von Unternehmen der Umweltwirtschaft zur Veranstaltung "Greentech.Ruhr - Das...

mehr

Die Wettbewerbe um den 11. Deutschen Nachhaltigkeitspreis haben begonnen. Mit Europas größter Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement...

mehr

„Ziele brauchen Taten“ heißt die neue Kampagne, die RENN.west im August 2019 gestartet hat. Ziel der Aktion der „Regionalen Netzstelle...

mehr

Vor bald genau vier Jahren, am 25. September 2015, wurde die Agenda 2030 mit ihren 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs)...

mehr

Die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West (RENN.west) und die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 (LAG 21 NRW) laden zur 6. Kommunalen...

mehr

Das Land Nordrhein-Westfalen wurde von der Fachzeitschrift „GlobalCapital“ mit dem Preis als beste regionale staatliche Emittentin von...

mehr

Der ehemalige Bundesumweltminister, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Untergeneralsekretär der UN, Professor Dr. Klaus...

mehr

Acht ganz unterschiedliche Projekte sind für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur nominiert worden. Der nach Ansicht der Ausrichter...

mehr

heute handeln.

Gemeinsam für

nachhaltige Entwicklung in NRW

Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW Bertelsmann Stiftung Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie