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Merkel: Bei Nachhaltigkeit Vorbild sein

Die Nachhaltigkeit habe ihren Weg in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefunden, so Kanzlerin Angela Merkel auf der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Sie warb für internationale Partnerschaften, die Gestaltung der Globalisierung und eine Vorreiterrolle der EU bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele.

 

 

Für die Bundesregierung sind die globalen Nachhaltigkeitsziele Richtschnur ihres Handelns. Und zugleich die Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Das machte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor 1.800 Gästen aus dem In- und Ausland deutlich.

Globale Fragen gemeinsam lösen

Merkel erklärte, globale Fragen könnten nur gemeinsam gelöst werden. Sie verwies auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Hier habe es in der internationalen Zusammenarbeit Fortschritte gegeben. Aber mit dem Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auch Rückschläge.

Wichtig sei es, den Entwicklungsländern die neuste Technologien bereitzustellen. Deutschland selbst müsse die Forschungs- und Entwicklungsausgaben weiter erhöhen und sich ambitionierte Ziele zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele setzen. Auch die EU müsse sich den globalen Herausforderungen stellen. Sie könnte weltweit als Beispiel für gelungene multilaterale Zusammenarbeit stehen.

Auf Zukunftstechnologien setzen

Merkel sieht in der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz Möglichkeiten, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Allerdings immer unter dem Vorbehalt einer ethischen Verantwortbarkeit.

Technologischer Fortschritt, gut ausgebildete Menschen, nachhaltige Finanzpolitik und sozialer Zusammenhalt seien Voraussetzung für die Gestaltung der Zukunft. In Deutschland müsse zusätzlich das Potenzial von Frauen besser genutzt werden. Ihre Erwerbsquote sei zu niedrig. Es sei notwendig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern.

Internationales Gutachten überreicht

Eine Gruppe internationaler Fachleute hatte unter Leitung von Helen Clark die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie analysiert. Die ehemalige neuseeländische Premierministerin und frühere Leiterin des UN-Entwicklungsprogramms überreichte der Kanzlerin das Gutachten - einen sogenannten Peer Review. Sie forderte, Deutschland müsse seine Nachhaltigkeitsstrategie "noch etwas ehrgeiziger" gestalten. Es sei international gut positioniert, aber weitere Verbesserungen seien nötig.

Die Bundeskanzlerin kündigte an, Deutschland werde die nationale Nachhaltigkeitsstrategie überarbeiten. Diskutiert werden müsse beispielsweise über den Schutz der Artenvielfalt.

An der abschließenden Podiumsdiskussion der Jahrestagung nahm auch die neue nordrhein-westfälische Umweltministerin Ulla Heinen-Esser teil. Sie stellte dar, dass die Landesregierung sich den drängenden Nachhaltigkeitsthemen wie der Luftqualität und dem Schutz der Biodiversität in NRW entschlossen annehmen wolle und dazu die bestehende NRW-Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickeln werde.

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