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Klima-Kongress in Düsseldorf: Zehn Kommunen für Klimaanpassung ausgezeichnet

Ministerin Schulze Föcking: "Anpassungen an die Folgen des Klimawandels werden immer mehr zum Thema in den Städten und Gemeinden. Dabei geht es um unsere Lebensqualität bis hin zum Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen wie Starkregen und Stürme."

Jüngst diskutierten über 150 Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen Nordrhein-Westfalens über notwendige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. "Ob Starkregen, Hitzewellen oder Sturm – auch wir hier in den Kommunen Nordrhein-Westfalens sind vom Klimawandel betroffen und müssen uns auf dessen Folgen einstellen", sagte Umweltministerin Christina Schulze Föcking, im Rahmen der Veranstaltung. 

Zehn Kommunen haben sich in ganz besonderer Weise mit der Anpassung an den Klimawandel befasst. Auf dem ersten kommunalen "Klimaanpassungskongress" mit dem Thema "Kommunen begegnen dem Klimawandel – vom Konzept zur Umsetzung" zeichnet Umweltministerin Schulze Föcking diese zehn Kommunen in Nordrhein-Westfalen aus. Sie haben im Rahmen des Modellversuches "eea-Plus" erfolgreich individuelle und integrierte Maßnahmen der Klimaanpassung entwickelt. "Die Zeit, den Aufwand und das Engagement der Modell-Kommunen kann nicht hoch genug bewertet werden", so Schulze Föcking. Die Teilnehmer des eea-Plus Modellversuches waren die Städte Aachen, Bocholt, Bottrop, Greven, Hürth, Ibbenbüren, Neuss, Oberhausen, Rietberg und Siegen. 

Das Land steht zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und des Klimaschutzgesetzes. Aber auch dann, wenn diese Ziele vollständig erreicht werden, werden sich geänderte klimatische Rahmenbedingungen einstellen. Denn dafür ist der Klimawandel bereits viel zu weit fortgeschritten, darin sind sich die Experten einig. Schulze Föcking: "Klimaschutz und Klimaanpassung bilden eine Einheit. Wir benötigen die Klimaanpassung, um unsere Städte fit zu machen für das, was wir heute schon alle spüren: Die Folgen des Klimawandels. Dabei fällt den Kommunen aufgrund ihrer vielfältigen Zuständigkeiten und Kompetenzen eine ganz zentrale und wichtige Rolle zu." Die Ministerin ermunterte die Kommunen, sich stärker mit Maßnahmen der Klimaanpassung in kommunalen Planungen zu beschäftigen.

Hintergrund: 

Klimaanpassung: 
Der Bereich der Klimaanpassung beschäftigt sich mit der klimagerechten Gestaltung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes, um eine hohe Lebensqualität und funktionale Infrastrukturen in Städten und im ländlichen Raum auch in Zukunft zu gewährleisten. Aufgrund regionsspezifischer Klimaentwicklungen sind individuelle Maßnahmen in den Städten von Nöten. Sie zu entwickeln und umzusetzen stellt eine besondere Herausforderung für die Kommunen dar. 

European Climate Adaption Award: 
Die Ergebnisse des Modellversuchs, an dem die zehn Kommunen Aachen, Bocholt, Bottrop, Greven, Hürth, Ibbenbüren, Neuss, Oberhausen, Rietberg und Siegen teilgenommen haben, dienten der Entwicklung des European Climate Adaptation Award (eca). Der European Climate Adaption Award (eca) stellt das Pendant zum EEA (European Energy Award) dar und ermöglicht Kommunen die Erarbeitung von lokal notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen auf Grundlage einer Klimaanalyse. Der von 2014 – 2017 durchgeführte Modellversuch eea-plus stellte den Probelauf für den eca dar. Als erstes Bundesland wird Nordrhein-Westfalen ab Sommer 2018 eine Förderung für Kommunen für Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssysteme im Bereich Klimafolgenanpassung, wie zum Beispiel den eca, anbieten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz wird die Anwendung von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystemen zur Klimaanpassung in Kommunen fördern.

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