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Umweltwirtschaft in NRW

Die Umweltwirtschaft ist eine weltweit stark wachsende Querschnittsbranche mit Schnittflächen zu zahlreichen Wirtschaftsbereichen. Sie bietet Chancen für die großen Player und für jene, die es erst noch werden müssen: Eine Branche im Aufbruch. Die Umweltwirtschaft entwickelt und vermarktet dabei Produkte und Dienstleistungen mit unmittelbarem Nutzen für Umwelt und Klima. Sie verbindet so wirtschaftliches Wachstum und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ressourceneffizienz, Abwasserbehandlung, Abfallbehandlung, umweltfreundliche Mobilität und Grüne Agrartechnologien, erneuerbare Energien und die Entwicklung eines darauf aufbauenden Energiewirtschaftssystems, sind Beispiele dafür.

 

Die Lippebrücke in Lünen

Durch die Umweltwirtschaft findet NRW Antworten auf drängende globale Fragen und schafft dabei gleichzeitig Arbeit und Wohlstand. Eine Chance für ganz Nordrhein-Westfalen: Schon heute ist rund jeder zwanzigste Erwerbstätige hier in der Umweltwirtschaft tätig. Als bundesweit größter Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft ist Nordrhein-Westfalen in einer aussichtsreichen Position, sich national und international weiter zum Vorbild und führenden Standort für umwelt- und klimaorientiertes Wirtschaften zu entwickeln. In den vergangenen Jahren haben sich Erwerbstätigkeit und die Bruttowertschöpfung in der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft durchweg positiv entwickelt.

Die neuen Fakten aus dem aktuellen Umweltwirtschaftsbericht 2017 zeigen, dass das Entwicklungspotenzial der Umweltwirtschaft noch lange nicht ausgeschöpft ist. Der von der Prognos AG gutachterlich erstellte Bericht analysiert die wirtschaftliche Entwicklung der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft und soll im Jahr 2019 fortgeschrieben werden. Laut Bericht stieg zwischen 2010 und 2016  die Erwerbstätigenzahl um 34.000 auf rund 368.000 (+1,6 % p. a.). Der Anteil der Umweltwirtschaft an der Gesamtbeschäftigung Nordrhein-Westfalens beträgt 5,1 % – und liegt damit höher als in jeder anderen Schlüsselbranche des Landes. Auch die Produktionssteigerung der Umweltwirtschaft spiegelt sich deutlich in einer jährlichen Wachstumsrate der Bruttowertschöpfung von 3,4 % zwischen 2010 und 2015 wider.

Im Jahr 2015 betrug der Anteil der Umweltwirtschaft mit 27,7 Mrd. Euro 6 % der gesamten nordrhein-westfälischen Bruttowertschöpfung. Damit sich diese positive Entwicklung fortsetzt, unterstützt die Landesregierung insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung innovativer Projekte und der Umsetzung von Potenzialen in der Energie- und Umweltwirtschaft. Im Rahmen des „Leitmarktwettbewerbs EnergieUmweltwirtschaft.NRW“ haben seit Beginn der Förderperiode bereits 57 Projekte Zuwendungen in einer Höhe von insgesamt mehr als 60 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln erhalten. Darunter ein Projekt, das sich mit der Entwicklung eines Detektionsverfahrens für Mikroplastik in Böden beschäftigt. Umweltministerin Christina Schulze Föcking: „Der Leitmarktwettbewerb ist ein wesentliches Instrument, Innovationen und Potenziale der Energie- und Umweltwirtschaft zu fördern und zu erschließen. Hier entsteht Zukunft!“.

Umweltwirtschaft lebt aber auch gerade vom Dialog mit den unterschiedlichen Akteuren im Land wie jüngst beim zweitägigen Cross-Industry Innovations-Workshop für die Holz- und Forstwirtschaft Anfang November 2017 in Arnsberg. . Darüber hinaus können sich Unternehmen und andere Einrichtungen auf eine Fortsetzung des Netzwerk-Summits freuen, das Ende 2018 vom Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW in Essen durchgeführt wird und eine weitere Plattform für den Austausch von Akteuren aus der Branche bietet. Auch im Rahmen der 5. Nachhaltigkeitstagung am 7. Mai 2018, in Essen, wird sich die Umweltwirtschaft.NRW in einem hochkarätigen Workshop zum Thema Circular Economy präsentieren. Kommen Sie vorbei und bringen Sie mit uns die Umweltwirtschaft.NRW ein weiteres Stück voran.

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