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Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 ist voller Erfolg

Am kommenden Wochenende gibt die Stadt Essen den Titel Grüne Hauptstadt Europas weiter an die niederländische Stadt Njimegen. Kurz vorher zogen die Verantwortlichen nun Bilanz. 453 Projekte – davon 187 Eigenprojekte, 56 Tagungen und Konferenzen und 210 Bürgerprojekte – wurden im Titeljahr realisiert. Rund 200.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Veranstaltungen. Eindeutiges Fazit: Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 war ein voller Erfolg und ist nachhaltiger Motor für die zukünftige Entwicklung der Stadt Essen und der Region. Diese startete mit Essens Titeljahr in eine Grüne Dekade: Noch in diesem Jahr endet der Steinkohlebergbau in der Region, der Emscherumbau wird 2020 fertiggestellt, im Jahr 2022 finden die Ergebnispräsentationen der KlimaExpo.NRW und der klimametropole RUHR 2022 statt und 2027 will die Metropole Ruhr eine Internationale Gartenausstellung präsentieren.

 

Ralph Kindel, Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017, Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Matthias Sinn, Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt und Leiter des Umweltamtes, zogen eine positive Bilanz.

 „Es ist uns gelungen, Essen als pulsierende, zukunftsfähige und moderne Grüne Hauptstadt Europas zu präsentieren, auf die die Bürgerinnen und Bürger zu Recht stolz sein können. Dieses Bild ist um die Welt gegangen – Essen ist nicht mehr die Kohle- und Stahlstadt von einst, sondern eine Metropole, deren beeindruckender Wandel als Zukunftsmodell für andere Städte im Strukturwandel dient. Dabei ist mir eines besonders wichtig: Die Essenerinnen und Essener haben selbst den Wandlungsprozess angestoßen und sind ein wesentlicher Teil dieses Prozesses“, sagte Thomas Kufen, Oberbürgermeister von Essen. Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt, der Landesregierung NRW, des Bundesumweltministeriums und von Sponsoren stand dem Projekt ein Gesamtbudget von 16,5 Mio Euro zur Verfügung. Davon flossen über 50 Prozent direkt in die Projekte. Von den rund 8,6 Mio Euro Projektmitteln wurden 71 Prozent für nachhaltige Projekte, Baumaßnahmen, Ausstellungen, Tagungen und Konferenzen ausgegeben, 29 Prozent wurden für Events, wie die Eröffnung und das Familien- und Gartenfest „Grün auf! Altendorf“ und Ausstellungen verausgabt.

Grüne Hauptstadt wirkt auch über 2017 hinaus

„Nachhaltigkeit – das war die zentrale Forderung in unserem Jahr als Grüne Hauptstadt. Wir haben Projekte durchgeführt, die die Bürgerinnen und Bürger zum Umdenken angeregt und sie für grüne Themen sensibilisiert haben – ohne erhobenen Zeigefinger. Und wir haben Projekte umgesetzt, die im Stadtbild über das Jahr 2017 hinaus sichtbar sein werden. Wir bleiben Grüne Hauptstadt Europas und wir werden weiter die Ziele verfolgen, die wir uns gesetzt haben“, sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Fünf Themenfelder wurden im Rahmen der Grünen Hauptstadt in den Mittelpunkt gerückt: „Mein Grün“, „Meine Flüsse“, „Mein Einkauf“, „Meine Wege“ und „Meine Zukunft“. Die Eröffnung von zwei Mobilstationen an zentralen Haltepunkten der Ruhrbahn mit E-Auto-Lade- und Leihfahrräder-Stationen, das E-Rikschaprojekt „Radeln ohne Alter“, das 843 Seniorinnen und Senioren zu ihren Lieblingsorten in der Stadt brachte, die Ruhr-Badestelle am Seaside Beach Baldeney, die MS innogy, die die Fahrgäste emissionsarm über den Baldeneysee schippert, und die 3.000 mit Sprüchen beklebten Mülleimer im gesamten Stadtgebiet sind nur einige der nachhaltigen Projekte. „Im Themenfeld ‚Meine Zukunft‘ setzten wir vor allem auf Bildung – u.a. gemeinsam mit der Schule Natur, der Volkshochschule Essen und der Universität Duisburg-Essen. Und auch die 56 Tagungen und Konferenzen mit rund 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu unterschiedlichsten grünen Themen präsentierten nachhaltige und zukunftsgerichtete Ideen und Lösungen“, sagt Simone Raskob.

Modellstadt für erfolgreichen Strukturwandel – auch international

Große Auswirkungen hatte der Titel auch auf die Netzwerkarbeit. So engagierten sich mehr als 50 Partner und Sponsoren auf lokaler und regionaler Ebene für die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017. Und auch international arbeitet Essen nun als Modellstadt des Wandels in erster Reihe mit: Keine deutsche Stadt hatte so viele Auftritte auf der Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn wie die Ruhrmetropole. Delegationen und Journalisten aus rund vierzig Ländern der Welt – u.a. aus den USA, aus China, Peru, Australien, Namibia und zahlreichen Staaten Europas – informierten sich vor Ort über die Entwicklung der Stadt Essen und berichteten in ihrer Heimat. „Wir haben im Grüne Hauptstadt-Jahr ein neues Bild von Essen gezeigt, das um die Welt gegangen ist und viele überrascht und begeistert hat“, sagt Thomas Kufen.    Und das dafür sorgte, dass Essen international an Ansehen gewann: Die Stadt arbeitet mit in international aufgestellten Netzwerken wie der „Climate Alliance“, „Eurocities“ und der „Urban Transition Alliance“, die Essen gemeinsam mit Fachkollegen aus dem Ruhrgebiet, den USA und China und ICLEI – Local Governments for Sustainability im Rahmen der COP 23 ins Leben rief.

Auch touristisch hat die Stadt von der Grünen Hauptstadt profitiert: 384.000 zusätzliche Besuche von Tagestouristen und 120.000 zusätzliche Übernachtungen wurden in einem vergleichsweise messeschwachen Jahr gezählt. Der Grugapark kann auf ein Rekordjahr zurückblicken: In 2017 kamen 1,1 Millionen Besucher und somit 7,5 % mehr als in 2016.

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