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„Von grau zu grün“ – Die Metropole Ruhr im Wandel

Die Metropole Ruhr hat sich in den vergangenen 30 Jahren stark verändert. Welche Rolle haben dabei die zahlreichen Zukunftsformate gespielt, die in der Region in den vergangenen 30 Jahren stattfanden? Damit setzten sich die Teilnehmenden der Tagung „Europäische Zukunftsformate“ auf dem Welterbe Zollverein in Essen auseinander. Zur Diskussion standen unter anderem Formate wie die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscherpark, die Kulturhauptstadt sowie die Grüne Hauptstadt.

 

 

„Was IBA, Kulturhauptstadt und Grüne Hauptstadt eint, ist der ganzheitliche, integrierte Ansatz der Formate. Dieser trägt dazu bei, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen aus der Nische in den Mainstream zu bringen. Nachhaltigkeit hat neben Umweltaspekten nämlich enge Bezüge zu Kultur, zu sozialen Fragen, zum Städtebau und Stadtentwicklung“, betonte Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die dauerhaften Erfolge der Zukunftsformate hängen außerdem davon ab, dass man Projekte nachhaltig und langfristig plant“, so Bottermann weiter.

Die Metropole Ruhr war in den vergangenen 30 Jahren eine Art Labor für integrierte Planungen und nachhaltige Entwicklungsprozesse. Dicht aufeinander folgten die Internationale Bauausstellung Emscher Park, der Masterplan Emscher Umbau, die Kulturhauptstadt 2010, dann die Innovation City in Bottrop und mehreren anderen Städten und zuletzt die Grüne Hauptstadt Europas in Essen 2017. „Die Transformation unserer Stadt ist gerade in ihrem Titeljahr als Grüne Hauptstadt mehr als deutlich geworden. Wir als Metropolregion benötigen gemeinsame Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen wie den Klimawandel und die Digitalisierung“, fordert Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Ein neues Format steht bereits fest: 2027 soll die Internationale Gartenausstellung in der Metropole Ruhr stattfinden. „Und dafür brauchen wir Tagungen wie diese, damit wir uns auf gemeinsam Erreichtes besinnen und daraus für zukünftige Projekte und Formate lernen“, betonte der Oberbürgermeister.

Die Metropole Ruhr durchlebte in den letzten 30 Jahren einen tiefgreifenden Transformationsprozess: Die Region nahm Abschied von der Montanindustrie und ist heute eine leistungsfähige Bildungs- und Dienstleistungslandschaft. Von diesen Erfahrungen können auch andere Regionen profitieren. Mit Blick darauf präsentierte Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen, am Ende der Tagung die „Essener Erklärung“: Diese sieht eine interdisziplinäre Plattform vor, die zum Beispiel die Organisation von Kongressen, die digitale Vernetzung vorhandener Informationsangebote und den Austausch für Städte, die sich um ein Format bewerben möchten, möglich macht. „Wir möchten eine Plattform bieten, die als Impulsgeber für Europa fungiert. Keine Metropole hat in so dichter Folge wie die Metropole Ruhr verschiedene Europäische Zukunftsformate in regionaler Kooperation umgesetzt. Unsere Region kann für die vielen, wachsenden und sich wandelnden Ballungsräume in Europa und darüber hinaus ein Vorbild sein“, meint Raskob. „Europäische Zukunftsformate“ war die letzte von über 60 Konferenzen, die im Rahmen der Grünen Hauptstadt Essen stattfanden.

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