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Taufe der "MS innogy" auf dem Baldeneysee

Die Energiewende nimmt Fahrt auf - jetzt auch auf dem Wasser. Am 25. August wurde in einer feierlichen Zeremonie am Essener Baldeneysee die MS innogy getauft und in den regulären Fahrgastbetrieb übergeben. Das Ausflugsschiff ist das erste Schiff in Deutschland, das mit einer umweltfreundlichen Methanol-Brennstoffzelle angetrieben wird. Die nötige Energie für den gesamten Betrieb stammt ausschließlich aus regenerativen Quellen. Belastung für das Klima: Null.

 

Mit dem weltweit einzigartigen Projekt stellt innogy im Rahmen der "Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017" erstmals die gesamte Wertschöpfungskette dar: von der Produktion des klimaneutralen Treibstoffs mithilfe erneuerbarer Energien bis zur Anwendung in einer Brennstoffzelle in einem Schiff.

Das Fahrgastschiff wird mit Hilfe einer Methanol-Brennstoffzelle angetrieben. Energieträger ist Methanol, ein flüssiger Alkohol mit sehr hoher Energiedichte. Erzeugt wird dieser direkt am Baldeneysee im Wasserkraftwerk am Stauwehr. In einer zwei mal zwei Meter großen Anlage wird Kohlendioxid aus der Umgebungsluft gefiltert und mit Hilfe von Strom und Wasser zu Methanol umgesetzt. Eine Brennstoffzelle nutzt das Methanol wiederum zur Stromerzeugung auf dem Schiff und speist einen batteriegepufferten Elektromotor. Der Clou: Das ganze Verfahren ist CO2-neutral, belastet also nicht das Klima. Im Betrieb setzt der Schiffsmotor nur so viel CO2 frei, wie zuvor für die Herstellung des Methanols aus der Luft gefiltert worden ist.

Greenfuels als umweltfreundlichen Alternative

Saubere Treibstoffe, die sogenannten greenfuels (fuel = Treibstoff), sind ein wesentlicher Beitrag, um die Verkehrswende zu beschleunigen: weg von klimaschädlichen Treibstoffen wie Benzin und Diesel, hin zu umweltfreundlichen Alternativen wie "grünem" Methanol oder reinen Elektromobilen. PKW lassen sich schon heute problemlos rein elektrisch fahren. In vielen Bereichen der Logistik, etwa bei Schiffen, LKW und Flugzeugen kann es jedoch noch relativ lange dauern, bis sich auch diese rein elektrisch betreiben lassen. Hier kann die greenfuel-Lösung schon heute eine Übergangslösung sein, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen im Verkehrssektor rasch und effizient zu senken.

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