Auszeichnungen

Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Bad Berleburg ist nachhaltigste Kleinstadt

Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg sind die Sieger des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2020. Die Preisträger erhalten eine Fördersumme von jeweils 30.000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung von der Allianz Umweltstiftung.

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis hat in Düsseldorf die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs für Städte und Gemeinden bekanntgegeben, mit dem seit 2012 Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit ausgezeichnet werden. Die diesjährigen kommunalen Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises zeichnen sich insbesondere durch ihr strategisches und partizipatives Vorgehen in puncto Klimaschutz und der Erhaltung der Artenvielfalt aus. Sie leisten hervorragende Integrationsarbeit vor Ort, übernehmen aber auch globale Verantwortung. Die Preisverleihungen finden vor Ort in den Siegerstädten statt. Während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 21. und 22. November 2019 in Düsseldorf berichten die Sieger über ihr Nachhaltigkeitsengagement.

Auch Osnabrück und Aschaffenburg unter den Sieger-Städten

Drei Sieger-Städte wurden gekürt: In der Kategorie der Großstädte siegte Osnabrück. In den Top 3 landeten außerdem Stuttgart und Erlangen. Aschaffenburg gewann bei den Städten mittlerer Größe. Hier belegten Pfaffenhofen an der Ilm und St. Ingbert außerdem die weiteren vorderen Plätze. Bei den kleineren Städten erzielten neben Bad Berleburg auch Dornstadt und Wilpoldsried vordere Platzierungen.

Mit der guten Platzierung Bad Berleburgs im aktuellen Wettbewerb wurde abermals eine nordrhein-westfälische Kommune ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr ging der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden gleich in allen drei Kategorien an NRW-Kommunen: Münster, Eschweiler und Saerbeck. Auch diese haben direkt und indirekt am Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ teilgenommen.

Leitbild „Bad Berleburg 2030“ überzeugte die Jury

Mit dem Leitbild „„Bad Berleburg 2030““ hat die „„Stadt der Dörfer““ inmitten des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge ein Handlungsprogramm für eine zielgerichtete, nachhaltige Entwicklung erarbeitet, um dem demografischen Wandel zu begegnen und auch 2030 ein Wohnen und Wirtschaften in der Kernstadt und den umliegenden Dörfern zu ermöglichen. Für die Erreichung sorgen Maßnahmen wie das „Standort-Patennetz“ zur Fachkräftebindung oder die Konversion einer Industriebrache zum modernen „Zentrum „Via Adrina““ mit dorfgemeinschaftlichen, feuerwehrtechnischen und touristischen Einrichtungen. Über außerschulische Lernorte im Bereich der Natur- und Erlebnispädagogik, naturnahen Tourismus sowie regionale Produkte begeistert der Kurort Menschen jeden Alters für die reichhaltige Natur des umliegenden Naturparks. Im Reallabor „„WittgensteinWandel““ werden im Rahmen der „Digitalen Agenda BLB“ digitale Maßnahmen für mehr Lebensqualität erprobt.

Das Leitbild „Bad Berleburg 2030“ ist im Rahmen des Projekts „Global Nachhaltige Kommune NRW“ mit Unterstützung der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von „Engagement Global“ entstanden. Bad Berleburg war eine von 15 Modellkommunen, die in der ersten Projektlaufzeit Strategien im Kontext der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) entwickelten. Im April 2019 begann für weitere 15 Kommunen eine zweite Projektlaufzeit.

 

    Weitere Informationen

  • Weitere Informationen und Kurzbegründungen zu den Kommunen unter www.nachhaltigkeitspreis.de.
  • Kommunen werden durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) dabei unterstützt, als „Global Nachhaltige Kommune“ die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung beispielsweise durch eine Kommunale Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen.
  • Das Netzwerk LAG 21 NRW begleitet 30 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen im Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ (GNK NRWbei der Entwicklung von Strategien für eine global Nachhaltige Entwicklung.
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