Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen strukturell zu verankern und weiterzuentwickeln. Mit einer eigenen BNE-Strategie wird dieser konzeptionelle Bildungsansatz in die verschiedenen Bildungsaktivitäten in Nordrhein-Westfalen hineingetragen.

Ganz im Sinne der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung und der darin enthaltenen „Sustainable Development Goals“ (SDG,Unterziel 4.7) hat die Landesregierung parallel eine Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016–2020)“ erarbeitet, die zu einer breiten und systematischen Implementation von BNE in möglichst allen Bereichen des Bildungswesens in Nordrhein-Westfalen führen soll. Bürgerinnen und Bürger hatten im Oktober 2015 im Rahmen des Open.NRW-Prozesses die Möglichkeit in einer Online-Konsultation ihre Beiträge zu dem Entwurf der BNE-Strategie einzubringen. Darüber hinaus brachten Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Bildungseinrichtungen, Kommunen und Wissenschaft auf Einladung des Umweltministeriums in einem Fachgespräch ihre Anregungen zum Strategieentwurf ein.

Das Landeskabinett hat am 26. Januar 2016 die Strategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016–2020)“ verabschiedet. Mit dem nun vorliegenden Ergebnis leistet sie einen wichtigen Beitrag zu dem 2014 verabschiedeten Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2015−2019) sowie zur Umsetzung der „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ der UN.

Um der Prozesshaftigkeit einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden, bedarf es der demokratischen Kontrolle durch mündige Bürgerinnen und Bürger. BNE verfolgt daher den Anspruch einer lebensbegleitenden ganzheitlichen Bildung, die neben Kenntnissen auch soziale und emotionale Kompetenzen sowie Werthaltungen vermittelt. Dies gelingt am ehesten durch partizipativ angelegte Lernprozesse, die auf die Kooperation mit außerschulischen Bildungsakteurinnen und -akteuren setzen und in vernetzten lokalen und regionalen Bezügen neue Lernformen entwickeln.

Alle Bildungseinrichtungen stehen vor der Aufgabe, eine solchermaßen verstandene Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Im Sinne von „Change Agents“ sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Potenziale einbringen und gemeinsam stärken, um NRW aktiv, kreativ und zukunftsorientiert im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Schon vor Verabschiedung der BNE-Strategie hat die Landesregierung in Form von fünf Leitprojekten erste Akzente gesetzt und damit begonnen, konkrete Erfahrungen für die praxisorientierte Umsetzung zu sammeln. So erfährt z. B. die Kampagne „Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit“ hohe Beteiligung durch engagierte Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Auch das Leitprojekt zur Einführung eines freiwilligen BNE-Zertifizierungsverfahrens von BNE-/Umweltbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen konnte die erste Modellphase mit positiven Ergebnissen abschließen. Auf der Grundlage der Ergebnisse soll das Angebot einer BNE-Zertifizierung in 2016 verstetigt werden.

Die Umsetzung der Strategie der Landesregierung erfolgt unter der Koordination des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Geplant ist auch eine Fortführung der Arbeit der BNE-Agentur, um die weitere Verankerung von BNE zu koordinieren und fachlich zu begleiten.

 

Der Termin für die nächste NRW-Nachhaltigkeitstagung wird zeitnah angekündigt.

mehr

Baden in der Ruhr, der Tag der Bewegung in der Innenstadt oder das Familien- und Upcyclingfest im Stadtgarten – die Stadt Essen hat als Grüne...

mehr

Nordrhein-Westfalen hat seine Anlagerichtlinien für die Verwaltung des Sondervermögens "Pensionsfonds des Landes Nordrhein-Westfalen" erweitert. Ab...

mehr
Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW Bertelsmann Stiftung Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie